Verfassungsänderungen beantragt
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Am Dienstag, 12. Mai 2009 reichten Jugendliche aus Baar, Bellinzona, Gais, Möhlin und Sion fünf Initiativen im Bundeshaus ein.
Die Themen: Freie Bahnfahrt für Jugendliche, Schutz des Trinkwassers, freiwilliger Militärdienst, 12 autofreie Sonntage jährlich und Sport in der Schule.
Am Donnerstag, 14. Mai 2009 wurden die Initiativen von jungen Parlamentarierinnen und Parlamentarieren im Nationalratssaal diskutiert. Mit dabei war auch Ruth Dreifuss, Alt Bundesrätin.
Eine von drei Initiativen angenommen
Hitzig und langatmig waren die Diskussionen in den verschiedenen
Nationalrats-Kommissionen. Warum? Weil drei wichtige Initiativen auf
dem Programm standen. Einstimmig angenommen und zur Abstimmung
empfohlen wurde die Initiative „Für einen Schutz des Trinkwassers“. Die
Initiative „Für 12 autofreie Sonntage im Jahr“ wird dem Parlament zur
Ablehnung empfohlen und die Initiative „Für einen freiwilligen
Militärdienst“ ebenfalls.
Trinkwasser soll allen gehören
Mit
dem Trinkwasser soll auch künftig kein Geschäft gemacht werden. Das ist
ganz klar bei den Beratungen der Kommissionen unter der Präsidentin
Rianne und Vizepräsidentin Claudia herausgekommen. Die
Initiative „Für einen Schutz des Trinkwassers“ wurde einstimmig
angenommen und dem Parlament zur Annahme empfohlen. Die Walliser in der
Kommission haben zuerst einen Gegenvorschlag eingereicht. Und zwar, dass das Trinkwasser dem Bund gehören soll. Doch der Gegenvorschlag
wurde zurückgezogen.
Sportflieger bleiben am Boden
Die
Initiative „Für 12 autofreie Sonntage im Jahr“ von der Gaiser Klasse
fand keine Gnade. Deshalb ratet die Kommission unter der Führung des
Präsidenten Thomas und der Vizepräsidentin Christina die Initiative
abzulehnen. Stattdessen wurde ein Gegenvorschlag entwickelt: Im Jahr
werden anstelle von 12 nur noch vier autofreie Sonntage durchgeführt.
Der Grund: 12 autofreie Sonntage seien einfach zu viel und es gebe
viele gute Gründe, die dagegen sprechen. Etwa, dass alle Ausländer die
die Schweiz passieren möchten, sie ja dann umfahren müssten. Ausserdem
wurde die Initiative ergänzt. Neu sind im Verbot inbegriffen alle
privaten Sportflieger.
Militär bleibt weiterhin obligatorisch
Das
Militär soll künftig immer noch obligatorisch sein, dies beschloss die
Kommission rund um den Präsidenten Kerim und seinem Vizepräsident
Lorenzo. Die Initiative „Für einen freiwilligen Militärdienst“ hat die
Kommission knapp abgelehnt und empfiehlt sie somit dem Parlament
ebenfalls zur Ablehnung. Die Initiative sei unklar formuliert gewesen
und habe so keinen Sinn gemacht, erklärte Präsident Kerim. Deshalb habe
die Initiative keine grossen Chancen gehabt von der Kommission
gutgeheissen zu werden.